732.11Strassenverordnungvom 22. November 19881 Landammann und Regierungsrat des Kantons St.Gallen erlassen in Vollzug des Strassengesetzes vom 12. Juni 19882 als Verordnung: I. Allgemeine BestimmungenZuständige Stelle des Kantons1 Das Tiefbauamt ist zuständige Stelle des Kantons, soweit keine besonderen Vorschriften gelten. 2 ... Fuss- und Wanderwege1 Die politische Gemeinde sorgt für Anlage, Erhaltung, Kennzeichnung und Ersatz der Fuss- und Wanderwege nach der Bundesgesetzgebung6. 2 Bevor Wanderwege aufgehoben oder mit bitumen-, asphalt- oder zementgebundenen Deckbelägen versehen werden, holt die politische Gemeinde die Stellungnahme des Tiefbauamtes ein. Strassenabstand1 Vor der Bewilligung einer Ausnahme von Strassenabstandsvorschriften wird die zuständige Polizeibehörde angehört. 2 Vorbauten, wie Dachvorsprünge, Veranden, Erker und Balkone, dürfen den Strassenabstand gegenüber Staatsstrassen um eineinhalb Meter und, soweit es sich nicht um Dachvorsprünge handelt, höchstens auf der Hälfte der Frontlänge des Gebäudes unterschreiten. Bewilligungen von Veranstaltungen1 Das Sicherheits- und Justizdepartement bewilligt politische Veranstaltungen auf öffentlichen Strassen, das Polizeikommando die übrigen Veranstaltungen wie Festumzüge und Radwanderungen. Sie hören vor der Bewilligung die zuständige Strassenaufsichtsbehörde an. 2 Für die Bewilligung von Veranstaltungen auf dem Gebiet der Stadt St.Gallen sind die Gemeindebehörden zuständig. 3 Die Bewilligung motor- und radsportlicher Veranstaltungen richtet sich nach der Gesetzgebung über den Strassenverkehr8. II. GemeindestrassenplanFarben1 Gemeindestrassen und Wege werden mit folgenden Farben gekennzeichnet:
Zeichen1 Im Gemeindestrassenplan oder in einer Beilage zum Gemeindestrassenplan werden mit folgenden Zeichen gekennzeichnet:
Ergänzende Angaben1 Der Gemeindestrassenplan wird mit folgenden Angaben in Metern ergänzt: a) Gesamtlänge der Gemeindestrassen erster Klasse; b) Gesamtlänge der Gemeindestrassen zweiter Klasse; c) Gesamtlänge der Gemeindestrassen dritter Klasse und Anteil, an welchen die politische Gemeinde wenigstens 20 Prozent Beiträge an die Unterhaltskosten leistet; d) Gesamtlänge der Wege erster Klasse; e) Gesamtlänge der Gehwege. 2 Bei den Angaben nach Abs. 1 dieser Bestimmung wird zusätzlich der Anteil erwähnt, der oberhalb 600 Meter über Meer liegt. III. StaatsbeiträgeBerechnung der Pauschalbeiträge1 Die Pauschalbeiträge werden je Kilometer mit folgenden Kostenansätzen berechnet für: a) die Unterhaltskosten des Betriebs der Beleuchtung an Kantonsstrassen zweiter Klasse innerhalb der Bauzonen Fr. 4960.–; b) Reinigung und Winterdienst der Geh- und Radwege entlang den Kantonsstrassen Fr. 4000.–; c) die Entsorgung des Meteorwassers von Kantonsstrassen zweiter Klasse innerhalb der Bauzonen Fr. 4300.–. 2 Die Differenz zum gesamten Kantonsbeitrag gemäss Beschluss des Kantonsrates im Rahmen des Strassenbauprogramms wird für die allgemeinen Auswirkungen des Strassenverkehrs innerhalb der Bauzonen10 anteilmässig je Kilometer an die politischen Gemeinden ausgerichtet. IV. SchlussbestimmungenÄnderungen bisherigen Rechtsa) EV zum Bundesgesetz über den StrassenverkehrDie Einführungsverordnung zum Bundesgesetz über den Strassenverkehr vom 20. November 197913 wird wie folgt geändert:
c) EV zum Schweizerischen ZivilgesetzbuchDie Einführungsverordnung zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch vom 14. Dezember 194518 wird wie folgt geändert:
Aufhebung bisherigen Rechts1 Es werden aufgehoben: a) Verordnung über die Abgabe für das Dauerparkieren auf öffentlichem Grund vom 23. Mai 196719; b) Verordnung über die Staatsbeiträge an den Unterhalt von Nebenstrassen vom 14. Dezember 198220; c) Vollzugsverordnung zum Gesetz über das Strassenwesen vom 8. April 194921; d) Verordnung über das Strassenverzeichnis vom 3. Dezember 195522; e) Regierungsratsbeschluss über die Staatsbeiträge an den Ausbau von Gemeindedurchgangsstrassen sowie von Rad- und Wanderwegen vom 25. März 198623; f) Regierungsratsbeschluss über die Bezeichnung der Fachstelle des Staates für Fuss-, Rad- und Wanderwege vom 19. Mai 198724. 1 nGS 23–82. Im Amtsblatt veröffentlicht am 5. Dezember 1988, ABl 1988, 2739 ff.; in Vollzug ab 1. Januar 1989. Geändert durch Abschnitt II Ziff. 37 des VII. Nachtrags zur EDBO-MS vom 15. Januar 1996, nGS 31–31 (sGS 143.4); Abschnitt II des Nachtrags zur VKoV vom 21. September 2004, nGS 40–28 (sGS 731.21); Abschnitt II Ziff. 47 des VI. Nachtrags zum GeschR vom 30. Oktober 2007, nGS 42–101 (sGS 141.3); Art. 47 der VV zum Finanzausgleichsgesetz vom 30. Oktober 2007, nGS 43–39 (sGS 813.11).2 sGS 732.1.3 Geändert durch VI. Nachtrag zum GeschR.4 Geändert durch VI. Nachtrag zum GeschR.5 Geändertdurch VI. Nachtrag zum GeschR.6 BG über Fuss- und Wanderwege vom 4. Oktober 1985, SR 704; eidgV über Fuss- und Wanderwege vom 26. November 1986, SR 704.1.7 Geändert durch VI. Nachtrag zum GeschR.8 sGS 711.9 Geändert durch VV zum Finanzausgleichsgesetz.10 Art. 87 Abs. 1 Bst. d StrG, sGS 732.1.11 Aufgehoben durch VV zum Finanzausgleichsgesetz.12 Geändert durch VV zum Finanzausgleichsgesetz.13 sGS 711.1.14 Überholt durch Abschnitt II Ziff. 14 des III. Nachtrags zur Haushaltverordnung vom 5. Dezember 2000, nGS 36–30 (sGS 151.53).15 Überholt durch Abschnitt II Ziff. 14 des III. Nachtrags zur Haushaltverordnung vom 5. Dezember 2000, nGS 36–30 (sGS 151.53).16 sGS 732.1.17 Überholt durch GebT vom 2. Mai 2000, nGS 35–25 (sGS 821.5).18 sGS 911.11.19 nGS 16–29 (sGS 711.73).20 nGS 18–24 (sGS 711.75).21 nGS 20–14 (sGS 732.12).22 nGS 19–89 (sGS 732.15).23 nGS 21–83 (sGS 732.19).24 nGS 22–46 (sGS 732.20). |