941.12Gerichtskostentarif
vom 19. Mai 20091
Kantonsgericht und Verwaltungsgericht des Kantons St.Gallen
erlassen
in Ausführung von Art. 98 Abs. 1 Bst. b
und d des Gerichtsgesetzes vom 2. April 19872
als Verordnung:
I. Allgemeine Bestimmungen
Geltungsbereich
Art. 1.
1 Dieser Erlass gilt für die amtlichen Kosten des Verfahrens vor: a) den Gerichten und den von diesen gewählten
Behörden;
b) der Staatsanwaltschaft.
2 Sie regelt die Entschädigung an Verfahrensbeteiligte, die nicht
Partei sind.
Gebührenbemessung
Art. 2.
1 Mit der Entscheidgebühr wird der Aufwand des Gerichtes oder der
Staatsanwaltschaft abgegolten.
2 Enthält dieser Erlass einen Mindest- und einen Höchstansatz,
werden bei der Gebührenbemessung berücksichtigt: a) die Art des Falls;
b) die finanziellen Interessen der Beteiligten;
c) die Umtriebe;
d) die finanziellen Verhältnisse des oder der
Kostenpflichtigen;
e) die Art der Prozessführung der Beteiligten.
Kostenspruch
Art. 3.
1 Der Kostenspruch ist in der Regel Bestandteil einer Verfügung, eines
Beschlusses oder eines Entscheids.
2 Werden einer Person, die nicht Partei ist, Kosten auferlegt, wird ihr
vor Erlass des Kostenspruchs Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.
Stundung und Erlass in der Strafrechtspflege
Art. 4.
1 Verfahrenskosten in der Strafrechtspflege können gestundet oder
ganz oder teilweise erlassen werden, wenn die Schuldnerin oder der Schuldner
darum ersucht und eine Notlage nachweist.
2 Stundungs- und Erlassgesuche sind schriftlich und begründet der
Staatsanwaltschaft einzureichen. Diese übermittelt Erlassgesuche mit
ihrer Stellungnahme dem Sicherheits- und Justizdepartement.
3 Die Staatsanwaltschaft entscheidet über Stundung, das Sicherheits-
und Justizdepartement über Erlass. Der Entscheid ist abschliessend.
II. Einschreibgebühren und Kostenvorschüsse
Grundsatz
Art. 5.
1 Einschreibgebühren und Kostenvorschüsse werden erhoben, wenn
das Gesetz deren Erhebung vorschreibt.
Einschreibgebühren in der Zivil- und Strafrechtspflege
Art. 6.
1 Einschreibgebühren in der Zivil- und Strafrechtspflege werden nach
folgenden Ansätzen erhoben: | Ziff. |
|
Fr. |
| 1 |
Kreisgericht |
|
| 11 |
Präsidentin oder Präsident; Einzelrichterin oder Einzelrichter
|
400.– |
| 12 |
Kreisgericht |
800.– |
| 2 |
Kantonsgericht |
|
| 21 |
Anrufung des Kantonsgerichtes als einziger Instanz in Zivilsachen |
800.– |
| 22 |
Berufung, Rekurs und Revision in Zivilsachen: Hälfte der Entscheidgebühr
des angefochtenen Urteils |
|
| 23 |
Rechtsverweigerungsbeschwerde in Zivilsachen |
|
| 231 |
Präsidentin oder Präsiden; Einzelrichterin oder Einzelrichter
|
400.– |
| 232 |
Kammer |
800.– |
| 24 |
Berufung, Rechtsverweigerungsbeschwerde und Wiederaufnahme in Strafsachen
|
800.– |
| 25 |
Übrige Fälle |
800.– |
| 3 |
Handelsgericht |
|
| 31 |
Präsidentin oder Präsident; Einzelrichterin oder Einzelrichter
|
500.– |
| 32 |
Handelsgericht |
1000.– |
| 4 |
Anklagekammer |
|
| 41 |
Präsidentin oder Präsident; Einzelrichterin oder Einzelrichter
|
400.– |
| 42 |
Anklagekammer |
800.– |
| 5 |
Kassationsgericht |
1000.– |
Kostenvorschüsse in der Verwaltungsrechtspflege
Art. 7.
1 Kostenvorschüsse werden nach Art. 96 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege
vom 16. Mai 19653 erhoben.
2 Bei der Bemessung werden insbesondere die Art des Falls und die voraussichtliche
Gebühr berücksichtigt.
3 Wird das Verfahren wegen Nichtbezahlung des Kostenvorschusses nach Art. 96 Abs. 2
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 16. Mai 19654 abgeschrieben, kann eine Gebühr erhoben werden.
III. Gebühren für Verfahren vor Schlichtungsbehörden
Vermittlungsamt
Art. 8.
1 Gebühren für Verfahren vor dem Vermittlungsamt werden nach
folgenden Ansätzen erhoben: | Ziff. |
|
Fr. |
| 1 |
Vermittlungsvorstand |
100.– |
bis |
300.– |
| 2 |
Kostenverlegung, wenn kein Prozess folgt |
200.– |
bis |
500.– |
2 Die Gebühr kann für besonders aufwendige Verfahren bis zum
doppelten Ansatz erhöht werden.
Schlichtungsstellen
Art. 9.
1 Das Verfahren vor der Schlichtungsstelle ist grundsätzlich kostenlos.
2 Gebühren werden nach folgenden Ansätzen erhoben: | Ziff. |
|
Fr. |
| 1 |
bei Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis mit einem Streitwert
von mehr als Fr. 30 000.– |
100.– |
bis |
1000.– |
| 2 |
bei mutwilliger Prozessführung |
100.– |
bis |
1000.– |
IV. Entscheidgebühren
Grundsätze
Art. 10.
1 Die Entscheidgebühr wird für schriftlich eröffnete Urteile
erhoben.
2 Die Gebühr für Beschlüsse wird für Zwischenentscheide
und diesen gleichgestellte Verfügungen, Beschlüsse und Entscheide
nach dem Anhang zu diesem Erlass erhoben.
3 Im Übrigen wird der Aufwand für Verfügungen, Beschlüsse
und Entscheide während des Verfahrens in der Gebühr für das
Urteil oder einen anderen Endentscheid berücksichtigt.
Herabsetzung
Art. 11.
1 Der Gebührensatz wird herabgesetzt, wenn: a) auf eine offensichtlich unzulässige oder unbegründete
Eingabe nicht eingetreten oder ein Verfahren abgeschrieben wird;
b) der Entscheid den Parteien ohne Begründung
zugestellt wird.
2 Der Mindestansatz kann unterschritten werden, wenn ein Fall einen ungewöhnlich
kleinen Zeitaufwand erfordert oder auf die Erhebung von Kosten verzichtet
wird.
3 Die Abschreibung wegen Nichtbezahlung der Einschreibgebühr erfolgt
kostenlos.
Erhöhung
Art. 12.
1 Der Gebührenansatz wird erhöht: a) bis um die Hälfte, wenn im Strafurteil eine
Zivilklage beurteilt wird;
b) bis auf das Vierfache, wenn das finanzielle Interesse,
die Umtriebe oder die Schwierigkeiten aussergewöhnlich sind.
2 In Zivilstreitigkeiten wird der Gebührenansatz erhöht: 1. auf das Doppelte bei einem Streitwert über
Fr. 50 000.– bis Fr. 100 000.–;
2. auf das Dreifache bei einem Streitwert über
Fr. 100 000.– bis Fr. 250 000.–;
3. um 100 Prozent des einfachen Ansatzes bei einem
Streitwert von je weiteren Fr. 250 000.–.
3 Vorbehalten bleibt ein offensichtliches Missverhältnis zwischen
dem nach Massgabe dieses Erlasses anzuwendenden Gebührenansatz und dem
Aufwand des Gerichtes.
Ansätze
Art. 13.
1 Entscheidgebühren werden nach folgenden Ansätzen erhoben. | Ziff. |
|
Fr. |
| 1 |
Kreisgericht |
|
|
|
| 11 |
Präsidentin oder Präsident; Einzelrichterin oder Einzelrichter
|
|
|
|
| 111 |
Beschluss |
200.– |
bis |
2000.– |
| 112 |
Urteil |
400.– |
bis |
4000.– |
| 12 |
Abteilung oder Kammer |
|
|
|
| 121 |
Beschluss |
300.– |
bis |
3000.– |
| 122 |
Urteil |
500.– |
bis |
6000.– |
| 2 |
Kantonsgericht und Anklagekammer |
|
|
|
| 21 |
Präsidentin oder Präsident; Einzelrichterin oder Einzelrichter
|
|
|
|
| 211 |
Beschluss |
200.– |
bis |
2000.– |
| 212 |
Urteil |
400.– |
bis |
4000.– |
| 22 |
Kammer |
|
|
|
| 221 |
Beschluss |
400.– |
bis |
4000.– |
| 222 |
Urteil |
800.– |
bis |
8000.– |
| 3 |
Handelsgericht |
|
|
|
| 31 |
Präsidentin oder Präsident; Einzelrichterin oder Einzelrichter
|
|
|
|
| 311 |
Beschluss |
300.– |
bis |
3000.– |
| 312 |
Urteil |
500.– |
bis |
10 000.– |
| 32 |
Gericht |
|
|
|
| 321 |
Beschluss |
500.– |
bis |
5000.– |
| 322 |
Urteil |
1000.– |
bis |
15 000.– |
| 4 |
Kassationsgericht |
|
|
|
| 41 |
Präsidentin oder Präsident; Einzelrichterin oder Einzelrichter
|
|
|
|
| 411 |
Beschluss |
200.– |
bis |
2000.– |
| 412 |
Urteil |
400.– |
bis |
4000.– |
| 42 |
Gericht |
|
|
|
| 421 |
Beschluss |
500.– |
bis |
5000.– |
| 422 |
Urteil |
1000.– |
bis |
15 000.– |
| 5 |
Verwaltungsrekurskommission und Versicherungsgericht |
|
|
|
| 51 |
Präsidentin oder Präsident; Einzelrichterin oder Einzelrichter
|
|
|
|
| 511 |
Beschluss |
200.– |
bis |
2000.– |
| 512 |
Urteil |
400.– |
bis |
4000.– |
| 52 |
Abteilung oder Kammer |
|
|
|
| 521 |
Beschluss |
300.– |
bis |
3000.– |
| 522 |
Urteil |
500.– |
bis |
15 000.– |
| 6 |
Verwaltungsgericht |
|
|
|
| 61 |
Präsidentin oder Präsident; Einzelrichterin oder Einzelrichter
|
|
|
|
| 611 |
Beschluss |
200.– |
bis |
2000.– |
| 612 |
Urteil |
400.– |
bis |
4000.– |
| 62 |
Gericht |
|
|
|
| 621 |
Beschluss |
300.– |
bis |
3000.– |
| 622 |
Urteil |
500.– |
bis |
15 000.– |
| 7 |
Anwaltskammer |
|
|
|
| 71 |
Präsidentin oder Präsident; Einzelrichterin oder Einzelrichter
|
|
|
|
| 711 |
Beschluss |
200.– |
bis |
2000.– |
| 712 |
Urteil |
400.– |
bis |
4000.– |
| 72 |
Kammer |
|
|
|
| 721 |
Beschluss |
300.– |
bis |
3000.– |
| 722 |
Urteil |
500.– |
bis |
6000.– |
V. Gebühren der Staatsanwaltschaft
Grundsätze
Art. 14.
1 Gebühren werden erhoben für: a) schriftlich eröffnete Verfügungen und
Entscheide;
b) schriftliche Anträge, soweit sie nicht Beschwerden
gegen eigene Entscheide betreffen;
c) mündliche Vertretung der Anklage.
2 Art. 10 und 11 dieses Erlasses werden sachgemäss angewendet.
Ansätze
a) Erwachsenenstrafrecht
Art. 15.
1 Gebühren in der Erwachsenenstrafrechtspflege werden nach folgenden
Ansätzen erhoben: | Ziff. |
|
Fr. |
| 1 |
Verfügung, Entscheid oder Anträge, wenn keine andere Gebühr
festgesetzt ist |
50.– |
bis |
1000.– |
| 2 |
Einstellungsverfügung |
50.– |
bis |
500.– |
| 3 |
Bussenverfügung |
50.– |
bis |
300.– |
| 4 |
Aufhebungsverfügung |
50.– |
bis |
4000.– |
| 5 |
Strafbescheid |
50.– |
|
3000.– |
| 6 |
Anklageschrift |
300.– |
bis |
6000.– |
| 7 |
Anordnung des Ermittlungsverfahrens gegen Unbekannt im Privatstrafklageverfahren
|
50.– |
bis |
200.– |
| 8 |
Vertretung der Anklage vor Gericht |
200.– |
|
6000.– |
| 9 |
Schriftlicher Antrag im Gerichtsverfahren |
100.– |
|
500.– |
| 10 |
Antrag im Rechtsmittelverfahren |
100.– |
bis |
1000.– |
b) Jugendstrafrecht
Art. 16.
1 Gebühren in der Jugendstrafrechtspflege werden nach folgenden Ansätzen
erhoben: | Ziff. |
|
Fr. |
| 1 |
Verfügung, Entscheid oder Anträge, wenn keine andere Gebühr
festgesetzt ist |
50.– |
bis |
500.– |
| 2 |
Einstellungsverfügung |
50.– |
bis |
500.– |
| 3 |
Aufhebungsverfügung |
50.– |
bis |
1000.– |
| 4 |
Strafentscheid |
50.– |
bis |
500.– |
| 5 |
Urteil im mündlichen Verfahren |
50.– |
bis |
500.– |
| 6 |
Urteil im ordentlichen Verfahren |
100.– |
bis |
1000.– |
| 7 |
Anklageschrift |
100.– |
bis |
1000.– |
| 8 |
Vertretung der Anklage vor Gericht |
100.– |
bis |
500.– |
| 9 |
Schriftlicher Antrag im Gerichtsverfahren |
50.– |
bis |
300.– |
| 10 |
Antrag im Rechtsmittelverfahren |
50.– |
bis |
500.– |
VI. Zusätzliche Gerichts- und Untersuchungskosten
Gerichte und Staatsanwaltschaft
Art. 17.
1 Der Aufwand des Gerichtes oder der Staatsanwaltschaft wird nach den tatsächlichen
Kosten berechnet, wenn er aussergewöhnlich ist, wie bei auswärtiger
Beweiserhebung.
Belastung des Aufwandes von Drittpersonen
Art. 18.
1 Die Kosten für am Verfahren mitwirkende Drittpersonen werden der
kostenpflichtigen Partei entsprechend den ausgerichteten Entschädigungen
belastet.
Entschädigungen
a) Zeugen- und Auskunftspersonen
Art. 19.
1 Zeugen und Auskunftspersonen werden nach Massgabe des ausgewiesenen Verdienstausfalls
oder nach Zeitaufwand entschädigt.
2 Bei Entschädigung nach Zeitaufwand beträgt diese: |
|
Fr. |
| a) |
bei einem Zeitaufwand bis vier Stunden |
160.– |
| b) |
bei einem Zeitaufwand über vier Stunden |
320.– |
Für die Entschädigung von ausgewiesenen Spesen wird die
Spesenverordnung vom 6. Dezember 2004 5 sachgemäss angewendet.
b) Sachverständige sowie Übersetzerinnen und Übersetzer
Art. 20.
1 Für die Entschädigung von ärztlichen Sachverständigen
wird die Verordnung über die Entschädigung der Ärzte für
amtliche Verrichtungen vom 10. Januar 19896 sachgemäss
angewendet.
2 Andere Sachverständige sowie Übersetzerinnen und Übersetzer
werden nach branchenüblichen Ansätzen entschädigt, soweit kein
amtlicher Tarif besteht.
c) andere Drittpersonen
Art. 21.
1 Andere Drittpersonen, die auf Anordnung der Gerichte oder der Staatsanwaltschaft
am Verfahren mitwirken, erhalten die gleiche Entschädigung wie Zeugen
und Auskunftspersonen nach Art. 19 dieses Erlasses.
Amtliche Veröffentlichungen
Art. 22.
1 Die Kosten der amtlichen Veröffentlichung werden nach dem Tarif
des Publikationsorgans berechnet.
VII. Kanzleigebühren
Grundsatz
Art. 23.
1 Kanzleigebühren werden erhoben, wenn die entsprechenden Leistungen
nicht Bestandteil des ordentlichen Geschäftsgangs eines Verfahrens sind.
Ansätze
Art. 24.
1 Kanzleigebühren werden nach folgenden Ansätzen erhoben: | Ziff. |
|
Fr. |
| 1 |
Ausfertigung, Abschrift oder Auszug von Schriftstücken, je Seite
|
5.– |
| 2 |
Fotokopien |
|
| 21 |
bis fünf Fotokopien, je Fotokopie |
1.– |
| 22 |
für jede weitere Fotokopie |
–.50 |
| 3 |
Bescheinigung |
20.– |
| 4 |
Geldverkehr und Depots für Drittpersonen |
|
| 41 |
Grundgebühr |
10.– |
bis |
200.– |
| 42 |
für jede Auszahlung |
6.– |
| 5 |
Entgegennahme und Protokollierung einer mündlichen letztwilligen
Verfügung durch die Einzelrichterin oder den Einzelrichter sowie Übermittlung
an das Amtsnotariat |
50.– |
bis |
300.– |
| 6 |
Einsichtgabe in Akten oder Auskunft über deren Inhalt an Gesuchstellerin
oder Gesuchsteller ohne Parteistellung |
50.– |
bis |
500.– |
| 7 |
Mahnung |
10.– |
bis |
50.– |
Verzugszins
Art. 25.
1 Für amtliche Kosten nach diesem Erlass, die aufgrund eines rechtskräftigen
Urteils oder Entscheids geschuldet sind, ist im Fall einer Betreibung ein
Verzugszins von 5 Prozent geschuldet.
2 Der Verzugszins wird ab dem Zeitpunkt der ersten Mahnung berechnet.
VIII. Bewilligungs- und Prüfungsgebühren für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowie Rechtsagentinnen und Rechtsagenten
Prüfungsgebühr
Art. 26.
1 Die Prüfungsgebühren betragen: |
|
Fr. |
| a) |
für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte |
2200.– |
| b) |
Rechtsagentinnen und Rechtsagenten |
1800.– |
2 Für eine Ergänzungsprüfung wird die Hälfte des Ansatzes
nach Absatz dieser Bestimmung erhoben.
3 Die Gebühr ist mit der Anmeldung zur Prüfung zu entrichten.
Bei Rückzug der Anmeldung vor der schriftlichen Prüfung werden 80
Prozent, bei Rückzug vor der mündlichen Prüfung 50 Prozent
der Gebühr zurückerstattet.
Bewilligungsgebühren
Art. 27.
1 Die Bewilligungsgebühren betragen: |
|
Fr. |
| a) |
für den Eintrag in das kantonale Register oder die öffentliche
Anwaltsliste |
200.– |
| b) |
für die Rechtspraktikantenbewilligung |
100.– |
| c) |
für die Disziplinarbescheinigung |
50.– |
IX. Schlussbestimmung
Vollzugsbeginn
Art. 28.
1 Dieser Erlass wird ab 1. Juni 2009 angewendet.
Im Namen des Kantonsgerichtes St.Gallen,
Der Präsident:
Dr. Niklaus Oberholzer
Im Namen des Verwaltungsgerichtes St.Gallen,
Der
Präsident:
Prof. Dr. Ulrich Cavelti
Anhang
Beschlüsse und diesen gleichgestellte Verfügungen,
Entscheide und Zwischenentscheide
Gerichtsgesetz vom 2. April 1987
|
| Art. 56 |
Entscheid über den Ausstand |
| Art. 88 |
Entscheid über die Wiederherstellung |
Zivilprozessgesetz vom 20. Dezember 1990
|
| Art. 17 und Art. 20 Abs. 1 Bst. d |
Verfügung oder Entscheid in Schiedsgerichtssachen |
| Art. 18 |
Verfügung oder Entscheid in Rechtshilfesachen |
| Art. 62 |
Sistierungsverfügung |
| Art. 84 |
Teilentscheid |
| Art. 173 |
Ansetzung eines zweiten Verhandlungstermins |
| Art. 196 ff. |
Entscheid im summarischen Verfahren |
| Art. 217 ff. |
Entscheid über einen Rekurs |
| Art. 252 |
Entscheid über ein Revisionsgesuch ohne neuen Entscheid
in der Hauptsache |
| Art. 254 ff. |
Entscheid über eine Rechtsverweigerungsbeschwerde |
| Art. 279 |
Entscheid über die Sicherheitsleistung |
| Art. 305 |
Umwandlung einer Leistung in Geld |
Strafprozessgesetz vom 1. Juli 1999
|
| Art. 16 Abs. 2 Bst. b |
Entscheid über die Eröffnung eines Strafverfahrens |
| Art. 150 Abs. 2 |
Entscheid über die Einsprache gegen die Durchsuchung |
| Art. 215 Abs. 1 |
Einstellungsbeschluss |
| Art. 230 ff. |
Entscheid über eine Beschwerde |
| Art. 252 und 253 |
Zulassung der Wiederaufnahme |
| Art. 254 ff. |
Entscheid über eine Rechtsverweigerungsbeschwerde |
| Art. 272 f. |
Entscheid über die Entschädigung für Freiheitsentzug |
| Art. 274 ff. |
nachträgliche richterliche Anordnung |
Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege vom 16. Mai 1965
|
|
Zwischenverfügungen und verfahrensleitende Verfügungen,
insbesondere: |
| Art. 16 |
Akteneinsicht |
| Art. 18 |
vorsorgliche Massnahmen |
| Art. 51 Abs. 2 und Art. 71b |
aufschiebende Wirkung |
| Art. 99 Abs. 1 |
unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltliche Rechtsverbeiständung |
Disziplinargesetz vom 28. März 1974
|
| Art. 12 Abs. 2 Bst. b, c und d |
Disziplinarentscheid |
1 Im Amtsblatt veröffentlicht am 2. Juni 2009,
ABl 2009, 1731 ff.; in Vollzug ab
1. Juni2009.
|